Musikpädagogisches Konzept

Das Konservatorium will alle interessierten Schüler zum Spielen eines Instrumentes befähigen und ihre musikalischen Fähigkeiten entwickeln. Die Schüler sollen ohne Zwang und Stress aktiv musizieren und Freude an der Musik gewinnen. Schüler, die ein Musikstudium anstreben erhalten bestmögliche Förderung.

 

 

Beratung: Die Aufnahme in das Konservatorium setzt keine Prüfung voraus. Die Eltern bzw. erwachsenen Schülerinnen und Schüler werden zu Beginn eingehend von den Fach­kräften, oft auch von der Leiterin selbst, beraten. Dabei geht es um die geeignete Wahl des Instrumentes, der Lehrkraft, sowie der Dauer des Unterrichts, die sich u.a. nach Alter, Motivation und Begabung richtet.

 

 

Intensive Breitenarbeit: Empfohlen wird zunächst die Teilnahme an Kursen für die musikalische Früherziehung im Alter von etwa vier Jahren. Die Freude an Musik und der spielerische Umgang mit Musik stehen hierbei im Vordergrund. Durch Bewegung, Spiel und Tanz lernen die Kinder wichtige Bereiche der Musik kennen. Im praktischen Umgang mit Elementar- und Orff- Instrumenten wird die Motorik und das Rhythmusgefühl geschult, beides wichtige Voraussetzungen für das erfolgreiche Erlernen eines Instrumentes. An die Früherziehung schließt sich die musikalische Grundausbildung an, die das Gelernte vertieft und erweitert. Danach beginnt der erste Instrumentalunterricht . Im Fach Blockflöte wird dieser oft auch in Kleingruppen wahrgenommen.

 

 

Einzelunterricht: Grundsätzlich erfolgt der Instrumental­unterricht ansonsten als Einzelunterricht. Das Konservatorium Bergstraße geht von der Grundüberzeugung aus, dass der individuelle Unterricht in der Regel die effektivste Unterrichtsform darstellt. Im Einzelunterricht ist es möglich, dem Schüler ungeteilte Zuwendung zu gewähren. Die Lehrkraft kann sich auf die komplexen Begabungsstrukturen und Lernmöglichkeiten des Schülers einstellen und durch entsprechende Motivationsanreize den Lernfortschritt begünstigen.

 

 

Ensemblespiel: So sinnvoll der instrumentale Einzelunterricht ist, so wichtig ist ebenfalls das gemein­schaftliche Üben und Erleben von Musik. Die Schüler lernen im gemeinsamen Spiel aufeinander zu hören und auf die anderen Musizierenden einzugehen. Gemein­sames Musizieren fördert die Freude am Spiel und festigt zusätzlich wichtige im Unterricht erworbene musiktheoretische Kenntnisse sowie technische Fähigkeiten. Das Konservatorium bietet im laufenden Jahr verschiedene Projekte an. Eine feste Einrichtung ist zur Zeit ein Gitarrenorchester und ein Klarinetten­quartett. Blockflöten­ensembles und ein Streichorchester gehören ebenfalls zum Angebot des Konservatoriums. Jedes Jahr gibt es besondere Projekte . So wurde bereits ein Konzert an zwei Flügeln, ein Improvisationsworkshop, eine Gitarrenfreizeit und eine Orchesterwerkstatt veranstaltet

 

 

Vorspiele und Konzerte: Von Anfang an werden die Schüler , selbst die Kleinsten , durch regelmäßige Vorspiele daran gewöhnt , ihre erworbenen Fähigkeiten vor einem Publikum vorzustellen. Die Teilnahme daran ist freiwillig. Zwei- bis dreimal im Jahr veranstaltet das Konservatorium in der Region stark beachtete öffentliche Konzerte. Dabei erhalten fortgeschrittene Schüler Gelegenheit, sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Die Vorspiele und Konzerte finden im Konservatorium, dem Kurfürstensaal Heppenheim, im Paul-Schnitzer-Saal und im Nibelungensaal Lorsch statt. Festliche Veranstaltungen in Kirchen, Schulen und Vereinen werden ebenfalls musikalisch mitgestaltet. Hinzu kommt die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert “, die dem Konservatorium eine ganze Reihe von Preisen und damit einen entsprechenden Motivationsschub für alle gebracht hat.

 

 

Besondere Förderung: Der Instrumental- bzw. Vokalunterricht kann für fortgeschrittene Schüler durch die Teilnahme an Lehr­veranstaltungen für Musiktheorie ergänzt werden .Damit ist es möglich, am Konservatorium eine Ausbildung zu erhalten, die den Übergang an Musikhochschulen ermöglicht.